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                                                                                           Rosarote Sattelschrecke
                                                                                                                                             Schrecken  
      
                 
                                 Die rosarote Sattelschrecke   
                    

Sattelschrecken sind Wärme liebende Insekten und kommen in Südeuropa relativ häufig vor. Sie werden etwa 6 cm. groß, sind im allgemeinen von grüner Färbung und haben lange Fühler. Ihren Namen tragen sie wegen ihres Nackenschildes, der einem Sattel ähnlich sieht. Die weiblichen Tiere tragen am Körperende eine, wie ein gebogenes Schwert aussehende, etwa 3 cm lange Legeröhre die zum ablegen der Eier dient.
Da Sattelschrecken nicht sehr scheu sind und lange auf derselben Pflanze verharren, kann man sie relativ einfach fotografieren.
Ihre Körperfarbe variiert. In Kroatien am Südhang des Biokovo Gebirges (der Adria zu) trifft man überwiegend auf grüne Exemplare. Am Nordhang, (dem Binnenland zu) trifft man auch auf braune Exemplare wobei die braune Färbung stellenweise so dunkel ist, dass man sie als Schwarz bezeichnen kann. Aber gleich welche Körperfarbe die Tiere auch haben mögen. Es ist immer eine Tarnfarbe, die sie ihrer Umgebung anpassen und mit ihr verschmelzen lassen soll.
 
Sie können sich mein Erstaunen vorstellen, als ich eines morgens, während einer Fotopirsch, auf einer gelb blühenden Pflanze, leuchtend wie eine kleine Laterne und nicht zu übersehn, eine weibliche Sattelschrecke fand, die von flammendem Rosarot war. Ich stand vor einem Rätsel. Woher kam diese muntere Farbgebung. Sollte die Sattelschrecke sich soeben gehäutet haben und daraus die rosarote Färbung resultieren? Wohl kaum. Bei der Häutung dieser Tiere entspricht die Farbe der neuen Haut in etwa der alten, sie ist möglicherweise etwas heller aber doch niemals von solchem Rosarot. Hatte die Sattelschrecke irgendetwas gefressen, was ihr die rosarote Farbe verliehen hatte. Ich fand nichts in absehbarer Umbebung was dieser Möglichkeit Bestand gegeben hätte. So sehr ich auch überlegte ich fand keinen Gedanken der Licht in diese Angelegenheit gebracht und mich zufrieden gestellt hätte. Ich fotografierte das Tier mehrere Male. Eines war mir klar. Das Rätsel dieser geheimnisvollen Farbgebung konnte nur gelöst werden, wenn ich das Tier einsammelte und einem oder mehreren Entomologen vorlegte. Das aber wollte ich auch nicht. Ich hatte noch niemals ein Tier, gleich welcher Art, der Natur entnommen und wollte es auch
diesmal nicht tun. Das Tier zu töten, um es zu präparieren und mit nach Deutschland zu nehmen, kam ebenfalls nicht in Frage. Zum Ersten, weil ich nicht das Recht hatte  es der freien Natur zu entnehmen und zu töten und zum Zweiten war es durchaus möglich, dass das tote Tier seine rosarote Farbe verloren hätte. Aber noch etwas anderes war mir klar. Diese Schrecke mit ihrer auffallenden Farbe konnte in der freien Natur nicht lange überleben. Dazu war sie zu außergewöhnlich und eine zu leichte Beute für ihre Fressfeinde. Und trotzdem war das Tier ausgewachsen d.h. es hatte seine letzte Häutung hinter sich und hatte trotz dieser Farbe bis jetzt überlebt. War es möglich, dass gerade diese besondere Färbung sie vor einem frühen Tod bewahrt hatte. War sie möglicherweise wegen dieser auffälligen Farbe von ihren Fressfeinden nicht als Beute erkannt worden oder hatte diese Färbung ihre Fressfeinde möglicherweise abgeschreckt? Ich konnte keine dieser Fragen beantworten, zumal ich in Kroatien über keine Fachliteratur verfügte, in der ich hätte nachschlagen und mich informieren können.
 
Ich beobachtete das Insekt über 2 Tage und machte zahlreiche Fotos. Am Tage darauf war es verschwunden. Ich fand es nicht mehr wieder, so sehr ich auch suchte.
 
Zurück in Deutschland, wandte ich mich mit Hilfe der Fotos an spezielle Zeitschriften, verschiedene Universitäten und zahlreiche Fachleute. Niemand konnte mir eine plausible Erklärung für die außergewöhnliche rosarote Färbung meiner Kroatischen Sattelschreckendame geben.